DM Münzen

DM Münzen - Gedenkmünzen, Umlaufmünzen oder Kursmünzsätze

DM-Münzen, ob als Gedenkmünzen oder Umlaufmünzen – lose oder als Kursmünzensatz, haben einen Sammlerwert, der stetig steigt. Das ist auch kein Wunder, denn seit Einführung des Euro, ist die Deutsche Mark ein abgeschlossenes Sammlergebiet. Ob als Geldanlage oder zur Komplettierung der Sammlungen von Numismatikern –  die Deutsche Mark ist ein wertvolles Sammlerobjekt und Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zum Anfassen.

Wie kam die BRD zur Deutschen Mark?

Die Deutsche Mark (abgekürzt DM, international: DEM) war bis zur Einführung des Euro im Jahr 2001 die offizielle Währung in der Bundesrepublik Deutschland. Sie löste am 21. Juni 1948, durch die Währungsreform, in der Trizone (den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands) und drei Tage später in den drei Westsektoren Berlins die Reichsmark als gesetzliche Währungseinheit ab. Der Name „Deutsche Mark“ stammt übrigens von einem amerikanischen Offizier und Ökonom namens Edward Adam Tenenbaum. Er war auch ein Wegbereiter der Währungsreform.

Von 1948 bis 1950 hatte die frühere Bank Deutscher Länder das Münzausgaberecht bis 1950 das Recht auf den Bund überging. Seitdem wurden sämtliche Münzen mit der Umschrift „Bundesrepublik Deutschland“ geprägt, wo zuvor noch „Bank Deutscher Länder“ zu lesen war. Nach Inkrafttreten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion wurde die D-Mark schließlich am 1. Januar 1999 als Buchgeld und am 1. Januar 2002 als Bargeld vom Euro ersetzt.

Gedenkmünzen der BRD

Die limitierten DM-Gedenkmünzen gibt es seit dem 11. September 1953 in der BRD. Sie werden anlässlich erinnerungswürdiger Ereignisse oder zu Ehren wichtiger Persönlichkeiten der Deutschen Geschichte geprägt. Der Bund als Inhaber des Münzrechts beauftragt die Prägeanstalten der Länder mit der Herstellung. Die Münzen sind von einem Künstler oder einer Künstlerin gestaltet und stellen auf der Bildseite jeweils eine Illustration im Zusammenhang mit dem Thema des Anlasses dar. Die Wertseite zeigt einen Adler in einem dem Motiv angepassten Design. Die Sammlermünzen werden immer in zwei Qualitäten hergestellt: Stempelglanz (st) und Spiegelglanz bzw. Polierte-Platte-Qualität (PP).

5-DM-Gedenkmünzen

5 D Mark GedenkmünzenDie 5-Deutsche-Mark-Gedenkmünze machte den Anfang einer für Numismatiker aufregenden Zeit. Der Silbergehalt lag bei 62,5  %. Nach 1979 wurde ihr Gewicht um 1,2 Gramm reduziert und nur noch eine Kupfer-Nickel-Legierung mit Nickelkern verwendet.
Die 5-DM-Sammlermünze „Germanisches Museum Nürnberg“ erschien, nur viereinhalb Jahre nachdem die Deutsche Mark die alte Reichsmark des Deutschen Kaiserreichs abgelöst hatte. Damals war die Gedenkmünze nur in einer Auflage von 200.000 Stück geprägt worden. Davon waren nur 1240 Münzen als hochwertige 625er-Silbermünze und der Rest in der Stempelglanz-Qualität aufgelegt worden. Nach kurzer Zeit war die Gedenkmünze ausverkauft und erzielt heute Höchstpreise. Insgesamt wurden 43 der 5-DM-Gedenkmünzen herausgegeben.

Weitere Informationen zu allen 5 DM Gedenkmünzen

10-DM-Gedenkmünzen

Die Ära der 10-DM-Gedenkmünzen leiteten die Olympischen Sommerspiele 1972 ein. Zu ihren Ehren wurde 1970 die erste 10-DM-Gedenkmünze, die „Strahlenspirale“ geprägt. 43 weitere 10-DM-Gedenkmünzen sollten noch folgen. Aufgrund der rasenden Nachfrage wurde die Gedenkmünze 1972 erneut geprägt, obwohl schon die zweite 10-DM-Olympiamünze „Verschlungene Arme vor fächerartigem Hintergrund“ bereits ein Jahr auf dem Markt und ebenfalls ausverkauft war. Insgesamt gab es fünf Olympiamünzen, bevor die erste reguläre 10-DM-Gedenkmünze mit dem Thema „750 Jahrfeier Berlins“ 1987 folgte. Bis 1997 bestanden die 10-DM-Sammlermünzen aus 625 Tausendteile Silber und 375 Tausendteile Kupfer. Ab 1998 wurde ihr Wert gesteigert und nun 925 Tausendteile Silber und 75 Tausendteile Kupfer (Sterlingsilber) für die Silbermünzen benutzt.

Die 1-DM-Goldmark – ein goldener Abschied

Im August 2001 verabschiedete die BRD ihre Deutsche Mark mit einer bis dahin noch nicht da gewesenen Sondermünze. Die 1-DM-Goldmark, auch Abschiedsmark genannt besteht aus zu 99,9  % reinem Gold und wurde zu einem Ausgabepreis von 250  DM verkauft. Die Auflage der Goldmark betrug genau 1 Millionen Stück – die aufgeteilt auf alle deutschen Prägestätten hergestellt wurde. Neben dem reinen Materialwert stellen die Goldmünzen auch einen hohen ideellen Wert für Sammler dar, da sie das Ende der Deutschen Mark verkündete und die erste und letzte Gold-DM war.

Das waren die Deutsche-Mark-Umlaufmünzen

Die D-Mark gab es in Form der Umlaufmünzen, auch Kursmünzen genannt, in den Stückelungen zu 1, 2, 5, 10 und 50 Pfennig sowie 1, 2 und 5 DM. 1 DM entsprach 100 Pfennigen. Außer der 50-Pfennig-Münze bestanden alle Pfennige aus Eisen, welches mit einer dünnen Kupfer- (1 und 2 Pfennig) bzw. Messingschicht überzogen waren. Die 50-Pfennig-Münze sowie alle DM-Stücke bestanden aus einer Legierung aus Kupfer und Nickel. Wobei das 5-DM-Stück bis 1975 aus einer Silber-Kupfer-Legierung bestand (62,5 % Silber, 37,5 % Kupfer). Die 2-DM-Münzen wurden zwei mal in Größe und Design angepasst. Die 2-Pfennig-Münze bestand bis 1967 aus einer Kupferlegierung und wurde dann auf die günstigere Variante mit messingbeschichtetem Stahlkern umgestellt. Und nachdem der Preis für Feinsilber 1975 in schwindelerregende Höhen stieg, musste auch bei dem 5-DM-Stück mit einer Legierung aus Kupfer und Nickel vorlieb nehmen und bekam ein etwas modernisiertes Design.

Die DM-Kursmünzensätze

Kursmünzensätze sind Umlaufmünzen aus einem Jahrgang und von einer Prägeanstalt, die in besonderen Verpackungen verkauft werden. Die ersten Kursmünzensätze wurden 1964 auf den Markt gebracht und waren bis 1973 sogar ausschließlich in der Sammlerqualität der Polierte-Platte (Spiegelglanz) erhältlich. Danach und bis zum Ende der Deutschen Mark, im Jahr 2001, hatte man die Wahl zwischen Spiegel- oder Stempelglanz. Die Verpackungen veränderten sich im Laufe der Jahre. Anfangs waren die Kursmünzensätze in Folien verpackt. Nach und nach wurden die Verpackungen edler und stabiler. Besonders wertvoll sind die Kursmünzensätze des Jahrgangs 1995, da es außer den Kursmünzensätzen keine neuen Münzen für den regulären Umlauf gab.

Diese Stückelungen waren in den insgesamt zehn DM-Kursmünzensätzen enthalten:
Acht Münzen mit jeweils einer 1, 2, 5, 10 und 50-Pfennig-Münze sowie einer 1, 2 und 5-DM-Münze gab es von 1964 bis 1971.
Neun Münzen mit der gleichen Stückelung, aber zweimal der 2-DM-Münze waren von 1972 bis 1978 und 1988 bis 1989 in einem Kursmünzensatz.
Zehn Münzen waren in den Kursmünzensätzen von 1979 bis 1987 und nach 1990 bis 2001 enthalten. Hier gab es drei 2-DM-Münzen.

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